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BVI

AKTUELLES

Trinkwasserverordnung

Hauseigentümer müssen für Mieter und Bewohner einen jährlichen Nachweis über die einwandfreie Qualität des bereitgestellten Trinkwassers erbringen. Erstmals ist bei der jährlichen Beprobung auch ein Grenzwert für die Legionellenkonzentration zu beachten. Er liegt bei 100 KBE (kolonienbildende Einheiten) pro 100 Milliliter. Veränderungen der Trinkwasserqualität, vor allem die sinnlich wahrnehmbaren wie Trübung, Geschmack, Rostpartikel etc.) müssen Eigentümer und Verwalter unverzüglich dem Gesundheitsamt mitteilen. Kommen sie der jährlichen Pflicht zur Trinkwasseruntersuchung nicht nach, kann dies zu Sanktionen durch die Ordnungsbehörden führen.

Eigentümer sind daher gut beraten, sich an ein Fachunternehmen zu wenden, welches nach §§ 15 und 19 der Trinkwasserverordnung befähigt ist, diese Untersuchungen und alle damit zusammenhängenden Arbeiten durchzuführen, wie

  • Beratung, Begehung, Erfassung und Dokumentation der Liegenschaften
  • Analyse und Auswertung der Daten mit anschließender Maßnahmenempfehlung
  • Meldung aller anzeigepflichtigen Liegenschaften an die Gesundheitsämter
  • Durchführung sowohl der ersten orientierenden Legionellen-Untersuchung als auch einer Beprobung nach chemischen Metallen und mikrobiologischen Parametern als Grundlage der Informationspflicht für die Bewohner
  • Meldung der Laborergebnisse an die Gesundheitsämter innerhalb von zwei Wochen
  • Analyse der Ergebnisse und eventuelle Festlegung von Folgemaßnahmen bei Grenzwertüberschreitungen
  • Einrichten von Betriebsbüchern für Dosier- und Impfanlagen
  • Vorbereiten der Informationsunterlagen für die einzelnen Liegenschaften
  • Festlegung von Wartungsplänen für die jährlich wiederkehrenden Untersuchungen

Ein marodes Leitungssystem birgt Gesundheitsgefahren und verursacht immense wirtschaftliche Schäden. Vor allem bei Liegenschaften mit Risikofaktoren (Alter über 20 Jahre, stagnierende Leitungsstrecken, bekannte periodische Eintrübungen etc.) sind daher Maßnahmen zu treffen, um die Verunreinigungen in den Leitungen zu beseitigen und sie gleichzeitig zukünftig auszuschließen.

ENEV

EnEV 2014: was ändert sich?

Die Bundesregierung hat zur Erreichung ihrer klimaschutzpolitischen Ziele und zur Umsetzung der europäischen Gebäuderichtlinie von 2010 eine weitere Verschärfung der energetischen Anforderungen an Gebäude beschlossen. Mit Verkündigung der neuen Energieeinsparverordnung (EnEV) am 21. November 2013 im Bundesgesetzblatt ist diese am 1. Mai 2014 in Kraft getreten.

Im Folgenden sind die wichtigsten Änderungen der EnEV 2014 aufgeführt:

Verschärfungen der energetischen Anforderungen für den Neubau
Die energetischen Anforderungen an den Neubau werden ab dem 1. Januar 2016 angehoben. Der bis dato zulässige Jahres- Primärenergiebedarf für Heizung, Warmwasserbereitung, Lüftung und Kühlung reduziert sich für ab dann neu zu errichtende Gebäude um durchschnittlich 25 Prozent. Ebenso verschärfen sich die zulässigen Wärmedurchgangskoeffizienten bei der Dämmung der Gebäudehülle im Mittel um 20 Prozent. Bei der Modernisierung bestehender Gebäude ist keine Verschärfung vorgesehen.

Verschärfungen der Nachrüstpflichten für den Bestand

Pflicht zur Außerbetriebnahme alter Öl- oder Gasheizkessel
Zukünftig müssen Standard-Öl- und Gasheizkessel, die älter als 30 Jahre sind, sukzessive außer Betrieb genommen werden. Zunächst betrifft dies Heizkessel, die vor dem 1. Januar 1985 eingebaut wurden. Diese müssen ab 1. Januar 2015 erneuert werden. Ausgenommen sind Niedertemperatur-Heizkessel oder Brennwertkessel sowie heizungstechnische Anlagen mit einer Nennleistung von weniger als vier oder mehr als 400 Kilowatt.

Dämmung oberste Geschossdecke
Bisher mussten ungedämmte zugängliche oberste Geschossdecken von beheizten Räumen gegen den unbeheizten Dachraum bzw. das Dach gedämmt werden. Da der Begriff „ungedämmt“ in der EnEV 2009 nicht klar definiert war, galten nach Auslegung der Fachkommission „Bautechnik“ der Bauministerkonferenz von 2011 Decken mit einem Mindestwärmeschutz nach DIN-Norm als gedämmt. Dazu gehörten (ungedämmte) massive Deckenkonstruktionen seit 1969 und Holzbalkendecken. Zukünftig ist die Einhaltung des Mindestwärmeschutzes allein nach DIN-Norm entscheidend. In die EnEV wurde damit eine normative Kenngröße eingeführt. Falls diese nicht erfüllt wird, muss bis zum 31. Dezember 2015 die oberste Geschossdecke bzw. das Dach so gedämmt werden, dass ein Wärmedurchgangskoeffizient von 0,24 Watt/(m²·K) nicht überschritten wird. Die Nachrüstpflicht entfällt, wenn nachgewiesen werden kann, dass die erforderlichen Aufwendungen durch die eintretenden Einsparungen nicht innerhalb einer angemessenen Frist erwirtschaftet werden können.

Von den vorgenannten Nachrüstpflichten sind am 1. Februar 2002 selbstgenutzte Ein- und Zweifamilienhäuser ausgenommen. Im Falle eines Eigentümerwechsels nach dem 1. Februar 2002 muss vom neuen Eigentümer die Nachrüstung innerhalb von zwei Jahren erbracht

Verwendung des Energieausweises

Bei der Besichtigung der Immobilie muss zukünftig der Energieausweis oder eine Kopie desselbigen vorgelegt werden. Ausreichend ist auch ein deutlich sichtbarer Aushang. Sollte keine Besichtigung stattfinden, ist der Energieausweis unverzüglich vorzulegen. Bei Vermietung oder Verkauf muss unmittelbar nach Vertragsschluss der Energieausweis oder eine Kopie übergeben werden.

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